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Fohlenkennzeichnung
Info und Anmeldeformulare Herbsttermine 2018

Alles zur Fohlenkennzeichnung 2018

Der Tierhalter ist für die Kennzeichnung selbst verantwortlich.

Wie erfolgt die Kennzeichnung:
Zuchtpferde: Rassebrand + DNA-Typisierung (Haarprobe) + Pferdepass
Alle anderen Pferde (mit unbekannter Abstammung): Mikrochip + Pferdepass
Fohlen, die selbst geschlachtet und vermarktet werden: Diese brauchen keinen Rassebrand und auch keinen Pferdepass, wenn sie unmittelbar vom Geburtsbetrieb zum Schlachtbetrieb (nicht über Händler) verbracht werden und nicht älter als 12 Monate sind. Begleitdokument ist erforderlich. Die vollständig ausgefüllte Abfohlmeldung ist beim Pferdezuchtverband abzugeben, damit das Fohlen auch im Zuchtprogramm eingetragen werden kann (wichtig für die ÖPUL Förderung). Ansonsten ist das Fohlen nicht registriert.

Fohlenerhebung durch die Hengsthalter:
Der Hengsthalter ist verpflichtet ein Deckregister zu führen und die jährliche Fohlenerhebung zu machen. Bitte informieren Sie den Hengsthalter was aus der Belegung vom letzten Jahr geworden ist (Stute galt geblieben, Stute verworfen, Stutfohlen, Hengstfohlen geboren).

Termine:
Die Termine sind in Absprache mit dem Pferdezuchtverein festgelegt. Der Ansprechpartner ist der Pferdezuchtverein. Dort bekommen Sie auch die Information zu den Standorten. Es müssen ausnahmslos alle Stutfohlen und Hengstfohlen registriert und gekennzeichnet werden. Die vollständig ausgefüllte Abfohlmeldung ist bei der Fohlenkennzeichnung abzugeben.

Gebühr:
Bei den vereinbarten Terminen und Standorten der Pferdezuchtvereine bzw. des Landes-Pferdezuchtverbandes.

Noriker, Haflinger:
Brennen + DNA-Typisierung (Haarprobe) + Pferdepass Euro 52,--


Pferdekennzeichnung Verordnung (EU) Nr. 2015/262

Alle Equiden (Pferde, Ponys, Esel, Maultiere, Mulis, Zebras und Zebroide) benötigen ein Identifizierungsdokument (Pferdepass) gemäß der Verordnung EU 2015/262. Verantwortlich für die Kennzeichnung und Registrierung der Equiden ist der Halter, nicht automatisch der Eigentümer oder Besitzer.

Wer macht nun was? Die Landes-Pferdezuchtverbände haben einerseits eine Zulassung als Zuchtorganisation vom BMLFUW und andererseits eine Zulassung als Aussteller für Pferdepässe vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Der Pferdepass darf ausschließlich vom Österreichischem Pferdesportverband (OEPS) oder vom jeweiligen tierzuchtrechtlich anerkannten Pferdezuchtverband ausgestellt werden. Es gibt in Österreich nur mehr einen einheitlichen aufgebauten Pferdepass. Die nationalen Durchführungsbestimmungen zur Pferdekennzeichnung wurden mit der Tierkennzeichnungsverordnung (TKZVO 2009) erlassen.

Jedes gekennzeichnete Pferd bekommt eine eigene 15-stellige Lebensnummer, die sogenannte universal equine life number.

Die Kennzeichnung hat grundsätzlich mit einem Transponder (Mikrochip) zu erfolgen. Dieser wird aseptisch in der Mitte der linken Halsseite im Bereich des Nackenbandes gesetzt. Laut Tierärztegesetz darf das Chippen in Österreich nur durch einen Tierarzt erfolgen. Bei Zuchtpferden wird die alternative Kennzeichnungsmethode angewendet. In diesem Fall bekommen die Pferde den jeweiligen Rassebrand und müssen über eine Haarprobe DNA-typisiert werden. Es wird kein Mikrochip gesetzt. In anderen Mitgliedsstaaten wie zum Beispiel Italien, Deutschland oder den Niederlanden ist der Mikrochip zwingend vorgeschrieben.

Der Pferdepass begleitet das Pferd ein Leben lang. Entscheidet sich der Eigentümer, dass das Tier nicht zur Schlachtung für den menschlichen Verzehr bestimmt ist, so muss dass im Pferdepass mit seiner Unterschrift bekräftigt werden. Die Herausnahme des Pferdes aus dem Schlachtstatus gilt das ganze Pferdeleben.

Die Landes-Pferdezuchtverbände führen eine dezentrale Datenbank, die mit der zentralen Datenbank des BMG vernetzt ist. Hier werden alle Daten, die Duplikate, die Ersatzpässe, der Todestag, sowie die Bestimmung zum menschlichen Verzehr eingetragen.

Von der pferdepassausstellenden Stelle sind die Bestimmungen genauestens einzuhalten. Bei Verdacht auf Mängel ruht die Beauftragung zur Ausstellung von Pferdepässen. Die Behörde überprüft die Einhaltung der Bestimmungen und sie sichert die Seriennummer der Pässe. Die Frist für die Erstellung der Pferdepässe durch den Aussteller ist 45 Tage.

Maximal 12 Monate nach der Geburt oder spätestens mit permanenten Verlassen des Ursprungsbetriebes müssen die Pferde gekennzeichnet werden. Der Pferdepass hat immer beim Pferd zu sein. Ausnahmen sind, wenn sich das Pferd im Stall oder auf der Weide befindet. Hier ist der Pferdepass unverzüglich bereitzustellen. Weiters beim Reiten, Fahren, Führen, wenn das in der Nähe der Aufstallung passiert. Beim Auftrieb auf Sommerweiden, Saugfohlen bei der Mutterstute, Teilnahme an Training oder Veranstaltung mit Verlassen des Veranstaltungsortes, Transport bei Notfällen betreffend Pferd oder Stall.

Ausnahmen gelten auch für Fohlen die geschlachtet werden. Bei einem Direkttransport vom Halteort zur Schlachtstätte ist kein Pferdepass und keine UELN-Nummer erforderlich. Die Tiere dürfen nicht älter als 12 Monate sein und es muss eine ununterbrochene Verfolgbarkeit vom Halteort zur Schlachtstätte gewährleistet sein.

Bei Verlust des Pferdepasses mit gegebener Identität wird ein Duplikatpass ausgestellt. Das Tier ist in diesem Fall nicht zum menschlichen Verzehr bestimmt, außer es wird ein Nachweis und ein Bestätigung durch die Bezirksverwaltungsbehörde (BH) erbracht. Bei Verlust des Pferdepasses ohne Identitätsnachweis (Mikrochip oder DNA) wird ein Ersatzpass ausgestellt. Das Tier ist somit nicht zum menschlichen Verzehr bestimmt.

Es ist kein Mikrochip (aber sehr wohl ein Pferdepass) erforderlich, wenn das Pferd vor dem 1. Juli 2009 identifiziert wurde. Pferdepässe die bisher ausgestellt wurden behalten natürlich weiter ihre Gültigkeit. Pferde, die bis 31. Dezember 2009 nicht identifiziert wurden, bekommen nur mehr einen Ersatzpass (d.h. nicht zur Schlachtung bestimmt).

Eintragung tierärztlicher Behandlung:
Pferde gelten grundsätzlich als zur Schlachtung bestimmt, außer wenn im Pferdepass der Eigentümer es anders (nicht zur Schlachtung) deklariert hat. Der Tierarzt muss vor einer Behandlung sicherstellen, ob das Pferd zur Schlachtung oder nicht zur Schlachtung bestimmt ist. Wird es medikamentös so behandelt, dass es nicht mehr geschlachtet werden darf (obwohl es ursprünglich zum menschlichen Verzehr bestimmt war), so muss der Tierarzt den Pferdepass auf nicht zur Schlachtung ändern. Die Unterschrift von Halter und Tierarzt ist notwendig. Der Halter meldet der pferdepassausstellenden Stelle binnen 14 Tagen, dass der Schlachtstatus geändert wurde. Diese trägt das in der Datenbank ein.

Schlachtung und Tod, wer ist zuständig?
Bei Keulung und Schlachtung ist der amtliche Fleischuntersuchungstierarzt zuständig. Im anderen Fall sammelt die TKE im Auftrag der Bezirksverwaltungsbehörde die toten Tiere ein. Der Mikrochip wird vor Ort vernichtet, der Pferdepass eingezogen, ungültig gestempelt und gelocht. Er wird der Kontaktstelle (Veterinärkontrollstelle am Flughafen Wien) zugeschickt und aus der zentralen Datenbank ausgetragen. Der ungültige Pferdepass geht dann an die ausstellende Stelle zurück. Eine Überlassung des Pferdepasses an den Besitzer zu Erinnerungszwecken ist zulässig.

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